Seit dem 13.08.2011 erinnert eine Toninstallation in dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages an den 50. Jahrestag des Mauerbaus. Die Ausstellung findet ganztätig und für alle öffentlich statt. Die Toninstallation umfasst 14 Biografien von Menschen, die zu Zeiten der Berliner Mauer an dieser gestorben sind. Gelesen werden die Biografien von Dr. Wolfgang Thierse.
Neben der Toninstallation soll auch die Ausstellung des Fotografen Stephan Erfurt an die Leiden der Stasi-Gefangenen in Hohenschönhausen erinnern. In den Jahren der Mauer von 1969 bis 1989 starben insgesamt 136 Menschen an dieser. Meist auf der Flucht sind sie an der Grenze zwischen Ost und West hingerichtet worden. Die Informationen zu den Ereignissen wurden von öffentlichen und privaten Quellen zur Verfügung gestellt. Das Mauer-Mahnmal zeichnet heute den Verlauf der Mauer am Spreeufer nach. Die Bilder von Stephan Erfurt ähneln sich in ihrem Format und leiten die Besucher durch einen dunklen Gang in weitere Räume der Kunstausstellung. Die Perspektiven der Fotografien ändern sich von Bild zu Bild. Mal wird der Ausblick durch Gitterstäbe gezeigt, mal die triste Außenfassade des Gefängnisses.
Neben den Ausstellungen erscheint das Buch „Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961 – 1989. Ein biografisches Handbuch“. Der Inhalt des Buches wird am Mahnmal über Lautsprecher vorgelesene und erzählt kurz von den Todesumständen sowie dem Leben jedes Opfers. Die vortragende Stimme ist monoton, sachlich, aber dabei auch bewegend. Die Inhalte der Ausstellungen ergänzen sich und zeigen dokumentarisch auf, welche Schicksale und Fakten im Zusammenhang mit dem Mauerbau stehen.
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